Wegen Abbrennens von Pyrotechnik in der Schalke-Arena ins Gefängnis

Wegen Abbrennens von Pyrotechnik in der Schalke-Arena ins Gefängnis

Weil er beim Spiel des FC Schalke 04 gegen Eintracht Frankfurt am 24.11.2012 gemeinsam mit anderen 19 Seenotrettungsfackeln entzündet hatte, durch deren toxische Rauchgase 8 unbeteiligte Stadionbesucher, unter anderem ein 12 Jahre altes Kind, zum Teil erhebliche Rauchgasvergiftungen erlitten hatten, muss ein wegen Körperverletzungsdelikten bereits Vorbestrafter eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verbüßen.

Seine Revision gegen die Verurteilung zu dieser Freiheitsstrafe ohne Bewährung hat der 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Beschluss vom 11.08.2015 – 5 RVs 80/15 – verworfen.

Strafschärfend angelastet wurden dem Angeklagten die Zahl der Verletzten und die Unbeherrschbarkeit der von ihm heraufbeschworenen Gefahrenlage.
Eine Strafaussetzung zur Bewährung wurde ihm versagt, weil er zuletzt im Juni 2012 wegen Körperverletzung zu einer einjährigen Jugendstrafe mit Bewährung verurteilt worden war, diese Bewährungsstrafe ihn nicht hatte davon abhalten können, erneut die jetzt abgeurteilten Straftaten zu begehen und vom Gericht angesichts dessen, trotz des bislang positiven Verlaufs seiner Schul- und Berufsausbildung, die für eine Strafaussetzung zur Bewährung notwendige positive Sozialprognose verneint worden war.

Das hat die Pressestelle des Oberlandesgerichts Hamm am 03.09.2015 mitgeteilt.

Anmerkung:
Aufgrund der Verurteilung muss der Verurteilte jetzt auch mit dem Widerruf der Aussetzung der Vollstreckung der einjährigen Jugendstrafe zur Bewährung rechnen. Er wird dann nicht nur die Freiheitsstrafe von 1 Jahr 6 Monaten verbüßen müssen, sondern zusätzlich die Jugendstrafe von 1 Jahr. 

 

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